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Nachrichten: KG Berlin urteilt: Flugpreise müssen alle Gebühren enthalten


 

02/02 2012:
Erfolgreiche Klagen gegen Air Berlin und Ryanair

Das Berliner Kammergericht hat Air Berlin und Ryanair untersagt, im Internet mit irreführenden Flugpreisen zu werben. Air Berlin muss künftig die Preise immer inklusive Steuern, Gebühren und Kerosinzuschlägen ausweisen. Ryanair wurde dazu verurteilt, auch die Bearbeitungsgebühr für die Ticketzahlung in den Flugpreis einzurechnen. Damit gaben die Richter zwei Klagen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) statt.

Air Berlin: Flug kostete 74 statt 41 Euro

Air Berlin-Kunden wurde nach Eingabe von Datum, Abflug- und Zielort in die Buchungsmaske eine Tabelle mit den Preisen ausgewählter Flüge angezeigt. Doch die Preise waren viel zu niedrig. Sie enthielten weder Steuern, Flughafengebühren noch Kerosinzuschläge. Auch die "Service Charge" von 10 oder 15 Euro für die Zahlung per Lastschrift oder Kreditkarte fehlte. Für einen Flug von Berlin nach Frankfurt beispielsweise betrug der angegebene Preis 41 Euro; tatsächlich mussten Kunden dafür 74 Euro zahlen. Der Gesamtpreis war nur für den jeweils voreingestellten oder angeklickten Flug und nur unterhalb der Preistabelle aufgeführt.

Die Richter stellten klar: Es reicht nicht aus, dass der Endpreis an irgendeiner Stelle im Buchungsvorgang genannt wird. Eine Fluggesellschaft müsse immer den korrekten Endpreis angeben – einschließlich aller Gebühren und Zusatzkosten, soweit sie für den Kunden obligatorisch sind.

Ryanair: Bearbeitungsgebühr für Kartenzahlung

Ryanair hatte die Flugpreise bei der Onlinebuchung ohne die Bearbeitungsgebühr von 5 Euro für die Bezahlung des Tickets angegeben. Kostenfrei waren lediglich Zahlungen mit einer in Deutschland nahezu unbekannten Prepaidkarte. Von der Extra-Gebühr erfuhren Kunden erst im dritten Buchungsschritt. Die Richter schlossen sich der Auffassung des vzbv an, dass die Gebühr für die meisten Kunden unvermeidlich und deshalb in den Endpreis einzurechnen ist.

Zahlreiche Verfahren gegen Fluggesellschaften eingeleitet

Seit November 2008 bestimmt eine EU-Verordnung, dass Flugpreise gegenüber Verbrauchern stets einschließlich aller obligatorischen Steuern, Gebühren, Zuschlägen und sonstigen Entgelte anzugeben sind. Damit sollen Passagiere vor irreführenden Lockangeboten geschützt werden. Doch viele Fluggesellschaften halten sich nicht daran und versuchen die Regelung zu umgehen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat deshalb bereits zahlreiche Abmahn- und Klageverfahren eingeleitet.

Urteil zu Ryanair: KG Berlin vom 09.12.2011 (Az. 5 U 147/10), nicht rechtskräftig
Urteil zu Airberlin: KG Berlin vom 04.01.012 (Az. 24 U 90/10), nicht rechtskräftig
PM der Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. (vzbv)



 



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§ 307 BGB Inhaltskontrolle

§ 5 UWG Irreführende geschäftliche Handlungen



Sparkassen- und Banken-AGB unwirksam

Unwirksame AGB in Mietverträgen

Bankklausel gegenüber Verbrauchern unwirsam

Herstellergarantie beim Autokauf

AGB Kontrolle einer Arbeitszeitregelung

Gebrauchtwagenangebot in einer falschen Suchrubrik

Anspruch auf Weihnachtsgratifikation bei Kündigung

Funktionszulage im Schreibdienst

Verkauf über ebay nicht immer wirksam

Laufzeitvereinbarungen in Wärmeversorgungsverträgen

Erst wenn 75 Euro offen sind darf Telefonanschluss ...

Bankklausel "Kontoführungsgebühren für Darlehenskonten" über 12 Euro pro Jahr bei Verbrauchern

§ 307 BGB Inhaltskontrolle

Müssen Weiterbildungskosten an den Arbeitgeber zurückgezahlt werden, wenn ...

Weihnachtsgratifikation und vertraglich vereinbarter Freiwilligkeitsvorbehalt

Abschlussgebühr für Bausparvertrag

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Beim Auszug Tapeten ab?

Verfall des Prepaid-Guthabens unzulässig

BGH: Garantieausschluss in AGB für Wartungswalle

Mieter im Erdgeschoss müssen Aufzugkosten mitzahlen

Klausel: Erfüllungsort bei Verbrauchern

BGH: Vermieter hat keinen Anspruch bei starren Fristen

BGH: Farbwahlklausel bei Schönheitsreparaturen

BGH stärkt Verbraucher gegenüber Gasanbietern

BGH: Irreführende Gestaltung von Kontoauszügen unterbunden

BAG: Verzicht auf Kündigungsschutzklage in AGB?

BAG: Transparenzgebot und Stichtagsklausel bei Bonuszahlung

BGH: Klauseln in Mietverträgen müssen verständlich sein

BGH: Tierhaltung in Wohnungen

BGH: Premiere AGB sind unwirksam

BGH: Klausel kommunaler Gasanbieter unwirksam

BGH: 10 Jahre Mietlaufzeit in AGB unwirksam

BGH: Wer trägt das Risiko bei Änderung der Rechtslage (Quotenabgeltungsklausel)?

BAG: Rückzahlung von Studiengebühren

Die Wirksamkeit einer Lastschriftklausel in Mitgliedsverträgen eines Sportstudios

BGH: "Farbwahlklausel" im Wohnraummietvertrag unwirksam

BGH: Verbraucherschutz gestärkt - Payback-Klausel teilweise unwirksam

Ordnungsgemäße Unterzeichnung einer Kündigung - Probezeitkündigung

BGH: VOB unterliegt bei Verbrauchern AGB Kontrolle

BGH: Schwarzhandel von Eintrittskarten (Bundesliga)

BGH: Farbwahlklausel für Holzteile bei Auszug

BGH: Starre Fristen für Schönheitsreparaturen auch bei Gewerberaum unwirksam

Verbraucherzentrale erfolgreich gegen Server-Tel AGB

BGH: Leasingsvertrag und Software

BGH: "20 Prozent auf Alles, außer Tiernahrung" nach Preisanhebung

BGH: Erhöhung von Gaspreisen unwirksam

BAG: Rückzahlung der Fortbildung bei vorzeitiger Kündigung

OLG Koblenz: Preisanpassung in Gasverträgen

BGH: Aussenanstrich von Fernstern und Türen

BGH: Keine AGB Kontrolle bei Zwangsvollstreckung

BGH kippt Sparkassen Klauseln

BAG: Gezillmerte Versicherungstarife bei Entgeltumwandlungen

BGH: Unzulässige Farbwahlklausel

BGH: Gebrauchtwagen Garantie nicht von Rechnung abhängig

BGH: Höhere Gaspreise müssen nicht bezahlt werden?

BGH: Schönheitsreparaturen - Unwirksame Farbwahlklausel

BGH: Mieter kann ausreichend Steckdosen verlangen

BGH: Keine Koppelung des Gaspreises an Ölpreis mehr

BGH: Zwangsvollstreckung aus einer Unterwerfungserklärung

BGH: Ryanair darf Barzahlung ausschließen, aber keine zusätzlichen Gebühren für Kartenzahlung verlangen

BGH: Sicherheitenvereinbarung in den AGB eines Fertighausanbieters

BGH: Wohnungsmieter kann Schönheitsreparaturen in Eigenleistung durchführen

Urteile zu BGB § 307

Urteile zu UWG § 5




 

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